Das Finale

Die Kulisse hätte passender nicht sein können: Auf der höchsten Bühne des Landes, in über 2.900 Metern Höhe auf der Zugspitze, fand das Finale des Underberg-Musikwettbewerbs "Sing dich auf den Underberg" statt.

250 Musiker und Bands hatten sich beworben, zehn waren im großen Finale auf der Zugspitze dabei und haben ihre Stimmen live der prominent besetzten Jury präsentiert.

Hier sind die Platzierungen:

Platz 1 - Christian Scheer mit „Leicht“

Christian Scheer aus Löhne ist ein wahrer Vollblutmusiker mit ganz eigenem Stil. So findet Finalist Christian, dass Balladen nicht immer traurig sein müssen. Vielmehr will er mit seinem Finalsong „Leicht“ eben dieses Gefühl bei seinen Zuhörern erzeugen. Der Ost-Westfale macht deutschen Pop – handgemacht, mit Texten aus dem Leben und ohne viel Schnickschnack. Etwa vor zehn Jahren begann alles, als er sich eine Gitarre mit Lehrbuch kaufte. Schon damals wollte der Sänger mit der markanten Stimme, der bis heute keine Noten lesen kann, nicht die Lieder anderer Künstler nachspielen. Er wollte vielmehr eigene Geschichten erzählen. Zur deutsch-sprachigen Musik ist Christian erst spät gekommen. Sein Vorbild Philipp Poisel hat hier maßgeblich beigetragen und ihn inspiriert. Er schätzt die Lyrik der deutschen Sprache und dass sie zu der Art und Weise, wie er am liebsten Geschichten erzählt, passt.

Christian Scheer

Platz 2 - Rami Hattab mit „Schrei es raus“

Rami Hattab sammelt Worte - jeden Tag ganz viele. Denn die braucht er, um das, was in ihm tobt, zu entfesseln. Schon im zarten Alter von sechs Jahren tanzte er mit der Haarbürste vor dem Spiegel und sang. Sein großer Traum war es, Musiker zu werden und schon früh hatte er kleine Auftritte als Sänger. 2006 kam dann der Umbruch: Rami Hattab zog sich zurück, begann auf Deutsch zu texten, nahm im selben Jahr seine Tochter zu sich und wurde somit alleinerziehend. Das war aber kein Grund für ihn, „leiser“ zu werden. Er nahm Gitarrenunterricht, schrieb nur nachts, wenn die Kleine schlief und erfand sich neu. Mit den ersten drei Songs in seiner Tasche ging’s im September 2010 zur Feuerprobe zu TV NOIR nach Berlin-Neukölln, wo er es als „Überraschungsgast“ auf die Bühne schaffte und den Saal mit seinem Song „Wo ist die Wut“ beben ließ.

Rami Hattab

Platz 3

Jan & Jascha

mit dem Titel „Unsere Bar“

Seit der ersten Klasse sind Jan und Jascha aus Solingen Freunde. Im Alter von zehn Jahren gründen sie gemeinsam ihre erste Band. Schon damals haben die beiden beschlossen, alles – außer den Freundinnen – zu teilen. Es folgten zahlreiche Musikstunden, verzweifelte Musiklehrer, diverse Bandgründungen und kleine Auftritte in Clubs. Auf Reisen haben die zwei ihre Liebe zur Folk-Musik entdeckt und es reifte die Idee, Popmusik und deutsche Texte mit Folk-Einflüssen zu einem eigenen Stil zu entwickeln. Ihre Songs erzählen Geschichten von zwischenmenschlichen Desastern, verzweifelter Liebe und vor allem aber von der unsterblichen Leidenschaft der Suche nach dem eigenen Lebensweg. Der Finalsong „Unsere Bar“ handelt von einer Bar, einem Pub oder einer Kneipe, wie es sie zu Tausenden in Deutschland gibt. Der Ort, an dem die Smartphones noch in der Hosentasche bleiben und wo man noch analog miteinander spricht.

Jan & Jascha



Chrome feat. Rebecka

mit dem Titel „Hauptfigur“

Chrome aus Weimar entdeckte sein musikalisches Talent schon früh und begann mit fünf Jahren Klavier zu spielen. Bevor er sich 2009 endgültig dem Hip-Hop zuwendete, spielte er mehrere Jahre in einer Rockband. Der Rapper ist bekannt für seinen textlichen Perfektionismus und sein Gefühl für das richtige Arrangement. In Kombination mit der glasklaren Stimme von Sängerin Rebecka schaffen diese Talente energiegeladene Songs, die berühren und bewegen. Wichtig ist ihm, musikalisch flexibel zu bleiben und sich der vielen Möglichkeiten der Musik zu bedienen. Schubladen mag er gar nicht. Das lässt auch die Bandzusammensetzung erkennen: Gitarrist Sebastian ist Vollblutrocker, Schlagzeuger Marcel spielt nebenbei in einer Metal-Band und Sängerin Rebecka hat einen klassischen Background.


Chrome feat. Rebecka

DIE WEITEREN FINALISTEN WAREN

 

Rafaela Kloubert - Still

Cloey - Deine Attitude

Knallfrosch Elektro - Tanztherapie Festiwall

QUNSTWERK - Hey Bro

Sarah & Simon - Keine Zeit

Chris Meloni - Anders als man denkt

Wir danken allen Teilnehmern des Wettbewerbs, besonders aber den Finalisten: Ihr wart großartig!

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